Komödie in zwei Akten von Friedrich Dürrenmatt
Die Physiker
Dienstag - 22.03.2022 20:00 - Neue Gebläsehalle

Mit Hellena Büttner, Sibylla Rasmussen, André Vetters, Stephan Bürgi, Peter Bause, Regula Steiner-Tomic, Christian A. Hoelzke, Raimond Knoll, Tina Rottensteiner

Inhalt:
In dem beschaulichen Schweizer Sanatorium Les Cerisiers werden zwei Krankenschwestern ermordet, angeblich erdrosselt von ihren Patienten. Auf den ersten Blick erscheinen diese durchaus harmlos: Der eine hält sich für Albert Einstein, der andere für Sir Isaac Newton und dem dritten – Johann Wilhelm Möbius – erscheint der König Salomon. Doch unter den Augen des mit dem Fall betreuten Inspektors Voß offenbart sich immer deutlicher, dass hier nichts so ist, wie es scheint. Möbius z.B., ist nicht etwa ein ‚Irrer‘ sondern ein brillanter Physiker, der die „Weltformel“ entdeckt hat. Weil aber deren Anwendung katastrophale Folgen für die Menschheit haben würde, versteckt er sich im Irrenhaus, in der Hoffnung, sein Wissen vor der Welt zu verheimlichen. Doch wie lange kann einmal Gedachtes tatsächlich verborgen bleiben? Mathilde von Zahnd, die missgestaltete Besitzerin und Chefärztin des Irrenhauses, hat bereits Kopien der Aufzeichnungen Möbius’ erstellt und will mit der Formel nun die Weltherrschaft erringen. Das Irrenhaus entpuppt sich als Falle, und so treibt das Geschehen, allen Bemühungen Möbius‘ zum Trotz, unaufhaltsam auf die »schlimmstmögliche Wendung« zu. 1962 am Zürcher Schauspielhaus uraufgeführt, wurde „Die Physiker“ sofort zum Publikumsrenner und war in der Spielzeit 1962/1963 das meistgespielte Stück auf deutschen Bühnen. Auch Jahrzehnte später gehört es noch zu den am häufigsten aufgeführten Stücken Dürrenmatts und ist Pflichtlektüre an vielen Schulen.

Dürrenmatt schrieb das von ihm selbst als »Komödie« untertitelte Stück im Jahr 1961, als die Nukleartechnik noch jung war und der Kalte Krieg auf einen gefährlichen Höhepunkt zusteuerte. Zum ersten Mal entstand zu dieser Zeit ein Bewusstsein dafür, dass von nun an das Ende der Welt in der Hand des Menschen selbst liegen könnte, sei es als mögliche Folge einer aktiven Handlung oder als Folge eines Kontrollverlusts über die eigene Technik. So zeichnet Dürrenmatts Schauspiel den Menschen als Wesen voller Mängel, konfrontiert mit einer sich fortwährend technisierenden Welt, die längst zu komplex geworden ist, als dass sie durch uns noch begreifbar wäre. Ein halbes Jahrhundert später ist die Technik noch weiter fortgeschritten, die Welt hat sich rasend schnell verändert – doch die düstere Vision Friedrich Dürrenmatts hat nichts von ihrer Aktualität verloren.

Einlass: 19.00 Uhr

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Die Veranstaltung findet unter den zum Zeitpunkt der Veranstaltung geltenden Corona-Schutz- und Hygiene-Maßnahmen statt. Aktuelle Informationen und Änderungen sind HIER einzusehen.

Link zum Künstler

https://thespiskarren.de/saison-2021-2022/die-physiker/

Eintrittspreise

  • VVK: ab 24,00 €
  • AK: tba.